Taufreise der "neuen" AIDAluna ab/bis Palma de Mallorca
- lukasbraendlein
- 9. Jan.
- 17 Min. Lesezeit

Was für viele nach einem Fiebertraum klingt und für mich selbst lange nicht vorstellbar war, ist nun zur Realität geworden. Von einem Kreuzfahrtschiff zum anderen "umsteigen" und nochmals für 12 Tage in den Urlaub gehen. Von meiner letzten Tour mit Costa Pacifica aus ging es weiter nach Palma de Mallorca, wo sich die Reisetruppe Schmalnau und Umgebung vervollständigt hat. Von unserem Hotel in El Arenal, dem Blue Sea Mediodía, welches für kleines Geld ein schönes Zimmer mit Pool und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet bietet, ging es mit unserem Mietwagen zurück zur Verleihstation und von dort aus per Uber weiter zum Hafen. An dieser Stelle ist die Autovermietung "K-10" zu benennen, welche durch einen unschlagbaren Preis von 46€ für zwei Tage Mietwagen und sehr freundlichem Service überzeugen konnte. Zu sechst sind wir gegen 11 Uhr an Bord gegangen und haben nach einem ersten, reichhaltigen Mittagessen das Schiff begutachtet. AIDAluna erstrahlt nach 50 Tagen Werftaufenthalt an allen Ecken und Enden in neuem Glanze. Ein ganz besonderes Highlight ist das komplett neu gestaltete Theatrium, welches durch moderne, fröhliche Farben sowie vielen neuen Sitzmöglichkeiten und Lounges noch mehr zum Verweilen einlädt und ein absoluter Wohlfühlort an Bord ist. Ebenfalls erstrahlen alle Kabinen in neuem Glanze. Von der Innenkabine bis hin zur Suite wurden sämtliche Kabinen mit neuem Teppich, neuen Badezimmerarmaturen sowie vielen weiteren Kleinigkeiten und Extras ausgestattet, welche auch hier eine wahre Wohlfühlatmosphäre erschaffen. Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht ist ein Bewegungsmelder, welcher ein kleines, gedimmtes Licht in der Nacht erstrahlen lässt um den Weg ins Badezimmer zu vereinfachen. Ansich ist es eine gut gedachte Idee, jedoch geht das Licht auch an wenn beispielsweise die Bettdecke ein wenig aus dem Bett hängt oder man sich nachts "falsch" bewegt. Dadurch wird der Schlaf etwas gestört, aber das ist meckern auf hohem Niveau. Ansonsten wurde sowohl für Familien als auch für alle anderen Passagiertypen einiges geändert. Von der neuen Panoramalounge im Bug auf Deck 10, was die einstige AIDA Lounge war, bis hin zum Fun Park auf Deck 12, ehemals Fußballplatz, welcher für die kleinen Seefahrer einiges zu bieten hat, gibt es viele Neuheiten an Bord. Ein weiteres Highlight ist die unter Gästen hoch geschätzte Lanai Bar am Heck auf Deck 10 und das daran anknüpfende Yachtclub Restaurant, welches man bisher nur von AIDAnova, AIDAcosma und seit März 2025 von AIDAdiva kannte. Dieses ersetzt das ehemalige Weite Welt Restaurant. Weitere Erneuerungen sind der komplett neu und sehr liebevoll gestaltete KidsClub auf Deck 5 sowie viele weitere Restaurants, welche ich im Folgenden vorstellen werde. Wo vor der Werftzeit noch eine Sushibar auf Deck 9 zu finden war, gibt es nun die Tapas Bar, welche man bereits von AIDAprima und AIDAperla kennt und schätzt. Außerdem hat sich auf Deck 10 einiges getan; wo vorher der Fotoshop und Juwelier zu finden waren, befindet sich nun das neu gestaltete Kasino und auf der Steuerbordseite, wo vorher das Kasino war, befindet sich nun das French Kiss Bistro. Hier ist das schöne, dass man sich am Mittag, wenn kein Buffetrestaurant mehr geöffnet hat, kostenlos belegte Baguettes oder verschiedene Kuchen bestellen kann. Lediglich die Getränke müssen je nach Getränkepaket gezahlt werden. Auch auf Deck 11 hat sich einiges getan. Während vor der Werft das Bella Vista Buffetrestaurant zu finden war, wurden nun aus einem Restaurant drei gemacht. Beginnend mit dem East Fusion im vorderen Teil des Restaurants folgt die Tokyo Bar und daran anschließend das French Kiss im hinteren Teil des Restaurantbereichs. Bei dem East Fusion handelt es sich um ein A la Carte Restaurant, was bedeutet, dass Speisen voll gezahlt werden müssen und Getränke wie überall je nach Getränkepaket. Auch die Tokyo Bar ist ein A la Carte Restaurant, wo gleiche Bedingungen wie im East Fusion gelten. Hier gibt es vor allem leckeres, an Bord selbst gemachtes Sushi. Wie bereits erwähnt folgt im hinteren Teil das French Kiss, welches sich zu einem absoulten Klassiker an Bord der AIDA-Flotte etabliert hat. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Spezialitätenrestaurant, was bedeutet, dass alle Speisen inklusive sind und nur die Getränke - je nach Getränkepaket - gezahlt werden müssen. Besonders zu empfehlen ist hier als Vorspeise das Rindertartar und als Hauptgang das Rinderfilet in Kombination mit dem AIDA-Kussmund als Nachtisch. Wer also eine Reise mit AIDAluna bucht, darf dieses Restaurant unter keinen Umständen verpassen. Am besten man reserviert schon vor der Reise über das myAIDA einen Tisch oder fragt an Bord den Restaurantmanager. Oft ist es nämlich so, dass laut System alle Tische belegt sind, doch in der Praxis nehmen leider viele Gäste ihre Reservierungen nicht wahr. In der Folge sind oft Tische frei und niemand hat etwas davon. Daher ist mein Tipp, abends im Restaurant vorbeizugehen und den Restaurantmanager zu fragen, ob eventuell spontan ein Tisch frei ist. Garantieren kann man natürlich nichts, aber oft hat man Glück und bekommt einen freien Tisch. Auch wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen und sind direkt am ersten Abend im French Kiss Essen gegangen. Wie zu erwarten war das Essen mehr als gelungen und verdient ein großes Lob an die Küche. Am Abend war dann die große Taufzeremonie der "neuen" AIDAluna und AIDA Präsident Felix Eichhorn, Kapitän Boris Becker sowie Taufpatin Franziska Knuppe haben eine Zeitkapsel mit Gegenständen des heutigen Tages gefüllt. Diese wird nun von dem Bootsmann im Bugmast "versteckt" und soll dem Schiff stets Glück und die obligatorische Handbreit Wasser unter dem Kiel bringen. Zudem wurde ein großes Herz vorbereitet, an welches jeder Gast und jedes Crewmitglied einen Wunschzettel aufhängen darf, was man dem neuen, alten Schiff für das sozusagen zweite Leben wünscht. Eine sehr tolle Idee, welche ebenfalls Glück bringen soll. Im Anschluss daran ging es das erste Mal in den Ocean Club auf Deck 12, der ehemaligen Anytime Bar. Hier war ich selbst lange Zeit skeptisch und sehr traurig, dass die Anytime Bar weichen muss, doch nach dem ersten Abend kann ich sagen, dass nicht nur das Design, sondern vor allem der unvergleichliche Charme der Anytime Bar beibehalten wurde und lediglich durch einen Bereich mit Loungemöbeln ergänzt wurde. Alles in allem kann ich also sagen, dass AIDAluna besser dasteht als je zuvor und man nur den Hut davor ziehen kann, was die gesamte Crew in 50 Tagen Werft geleistet hat. Der nächste Tag ist angebrochen und was könnte sich hierfür besser eignen als ein Seetag auf dem Weg nach Marseille. Hier hat man nun die Möglichkeit, AIDAluna ganz in Ruhe kennenzulernen und das unverwechselbare Unterhaltungsprogramm zu genießen. Für alle sportbegeisterten werden an Bord zahlreiche Fitnesskurse im Fitnessstudio auf Deck 11 angeboten. Von Tabata am Morgen über Indoor-Cycling am Mittag bis hin zum abendlichen Yoga ist für wirklich jeden etwas dabei und man kann Körper und Geist etwas Gutes tun. Für die ruhigeren unter uns lädt ein großzügier und ebenfalls neu gestalteter Spa-Bereich mit Sauna, Dampfbad und Whirlpool ein und auch die Gastgeber sind unermüdlich für uns im Einsatz. Hier werden über den gesamten Tag hinweg Tanzkurse, Spieletreffs, Darts, Volleyball, Shuffleboard, Wikingerschach und Co. angeboten, sodass auch hier niemand unter Langeweile leiden muss. Für mich ist dieser Punkt tatsächlich auch ausschlaggebend dafür, dass ich mit AIDA trotz starken Mitbewerbern nach wie vor am liebsten fahre. Man kommt nie in Verlegenheit zu sagen, dass man Langeweile empfindet und nicht weiß, was man tun soll. Im Gegenteil, meist wird so viel gleichzeitig angeboten, dass man sich eher zwischen zwei Dingen entscheiden muss. Ein Seetag an Bord von AIDA bietet außerdem die Möglichkeit, sich durch die neuen Restaurants zu probieren und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Für mich ging es nach dem Training ins French Kiss Bistro, wo man wie eingangs erwähnt kostenlos leckere Baguettes und Tartes bekommen kann. Hmmmm.... Am Abend war es dann soweit und wir haben mit unserer Truppe das Casino unsicher gemacht. Während die einen ihr Glück am Black Jack Automaten versuchten, ging es für die meisten von uns zum Roulette und einer forderte sein Glück am Münzschieber heraus. Übrigens: Es gibt einen Weg, mit dem man im Casino zu 100% Gewinn machen kann. Das Casino muss Dir gehören ;) Parallel zum Casino ist Max Mutzke im Theatrium aufgetreten und hat die Menschen dort mit seiner Musik verzaubert. Ganz großes Kino. Mit leeren Taschen ging es nun weiter in den Ocean Club, wo auch heute bei der 90´s Party bis tief in die Nacht gefeiert wurde und der Seetag seinen Abschluss gefunden hat. Der nächste Tag brachte uns dorthin zurück, wo AIDAluna in den letzten Wochen sehr viel Zeit verbracht hat und sich am 08. Dezember auf den Weg nach Palma de Mallorca machte. Wir sind im Hafen von Marseille angekommen, der zugegebenermaßen nicht der schönste Hafen der Route ist, aber dennoch die ein oder andere Sehenswürdigkeit bereithält. Ich bin heute an Bord geblieben und habe ein leeres Schiff genossen, während die anderen von unserer Truppe die Stadt erkundet haben. Als Ziel wurde die Kathedrale "Notre Dame de la Garde" angesteuert, welche hoch gelegen einen schönen Blick über die Stadt bietet und selbst wirklich sehenswert ist. Außerdem ist der alte Hafen von Marseille interessant und einen Besuch wert. An dieser Stelle kann ich mich wie in vorherigen Blogs nur wiederholen und euch einen Tipp mit an die Hand geben, wie man am besten und günstigsten vom Hafen in die Stadt kommt. Regel Nummer 1: Nie den Shuttlebus der Reederei nehmen! Läuft man etwa 500m aus dem Hafengelände heraus, stehen kostenlose Shuttlebusse zur Verfügung, wo allerdings immer große Schlangen verbunden mit langen Wartezeiten sind. Läuft man nun noch ein Stückchen weiter, kommt eine Bushaltestelle, wo Linienbusse der Stadt fahren und pro Strecke 1,70€ kosten. Verglichen mit dem Reedereishuttle für meist 15€ ein guter Preis, wofür man gerne einen kleinen Morgenspaziergang auf sich nimmt. Gegen Nachmittag wurde es an Bord wieder voller und die nächsten Aktionen haben stattgefunden. Für uns ging es zum obligatorischen Darts am Nachmittag, bevor wir es uns im neuen Buffetrestaurant, dem YachtClub, haben schmecken lassen. Für mich ist es das neue Lieblingsrestaurant an Bord, wo modernes Ambiente auf hervorragendes Essen trifft. Außerdem hat man einen Außenbereich zum Essen, was das Restaurant im warmen Gefilde nochmals attraktiver macht. Ebenfalls attraktiv war der nächste Hafen der Reise, Palamos. Hier hatten wir die Besonderheit, dass es nicht nur ein neuer Hafen für mich war, sondern vor allem, dass AIDAluna das erste Schiff der AIDA Sphinx-Klasse ist, welches in diesem Hafen festgemacht hat. Entsprechend gab es für Kapitän und eine ausgewählte Crew eine kleine Zeremonie, wo dem Schiff die entsprechende Hafenplakette verliehen wurde. Doch nicht nur das; in Palamos selbst geht man von Bord und ist nahezu direkt am Ort des Geschehens. Auch wenn das Städtchen selbst nicht allzu touristisch geprägt ist, kann man sehr schön entlang der Küste wandern gehen und sich den Tag vertreiben. Hier findet man immer wieder kleine Bars, direkt am Strand gelegen, welche zum Kaffee trinken und Verweilen einladen. Je nachdem wie weit man laufen kann oder möchte kann man hieraus eine Ganztagestour machen oder nur für ein bis zwei Stunden unterwegs sein. Für mich eine klare Empfehlung bei Kreuzfahrten im Mittelmeer und ein Hafen, welcher in Zukunft sicherlich des Öfteren angelaufen wird. Zurück an Bord ging es wie immer zum Darts und am Abend ins French Kiss. Der nächste und zugleich letzte Hafen des ersten Reiseabschnitts war Barcelona, wo wir zwar von Bord gegangen sind, jedoch nur einen Spaziergang unternommen haben, da es Sonntag war und viele Geschäfte geschlossen hatten. Allerdings kann man hier einiges unternehmen, was ich bereits ausführlich in meinem Blog über Costa Pacifica beschrieben habe. Vorbeischauen lohnt sich. Zudem muss ich sagen, dass es mir seit gestern Abend nicht allzu gut geht und ich daher etwas ruhiger gemacht habe. Krankheitserreger an Bord sind ein großes Problem, da sie sich leider sehr schnell verbreiten und viele Passagiere durch die Klimaanlage bedingt bereits "angeschlagen" sind. Ärgerlich, aber man macht das beste draus. So auch der Grund, weshalb ich mich dazu entschieden habe, am nächsten Tag im Hafen von Palma de Mallorca an Bord zu bleiben und einen Tag Ruhe einzulegen. Leider war heute auch der Tag gekommen, an dem die Hälfte der Truppe wieder die Reise zurück in die Heimat angetreten hat und auch von allen anderen Passagieren etwa 80% gewechselt haben. Hier ist tatsächlich der bisher einzige Kritikpunkt an der Reise zu nennen und zwar, dass für alle "Transitgäste" nichts geboten wurde. Wären beide Reisen separat gebucht worden würde ich diesen Punkt absolut verstehen, aber wenn von der Reederei aus die Möglichkeit besteht, eine 5-tägige und eine 7-tägige Reise direkt als 12-tägige Reise zu buchen, muss aus meiner Sicht all denen, welche 12 Tage gebucht haben, trotz Wechseltag etwas geboten werden. Hier wartete man jedoch vergebens. Nichts desto trotz muss man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass wir hierbei auf hohem Niveau meckern, aber wenn die Reederei fragt, was man hätte besser machen können, wäre dies ein Kritikpunkt. Immerhin gab es am Abend ein zweites Mal die Willkommensshow und man konnte sich auf den zweiten Teil der Reise freuen, welcher von den Häfen gesehen ein Traum ist. Was beide Reiseabschnitte gemeinsam haben? Der erste Tag ist jeweils ein Seetag. So war auch der zweite Seetag unserer Reise gefüllt mit einer Menge Spaß und Unterhaltung und auch der Gesundheitszustand wurde wieder besser, sodass man das Bordprogramm in vollem Umfang genießen konnte. Neben Darts und einer ausgiebigen Runde Whirlpool war mein persönliches Highlight der "Next Generation Treff" (ehemals Twenstreff) am Abend. Ähnlich wie beim Alleinreisendentreff bekommen hier alle 18 bis 29-jährigen die Möglichkeit, sich bei einem Gläschen Sekt kennenzulernen. Auf manchen Reisen steht man hier mit keinen fünf Leuten und fragt sich, wo und was alle jungen Leute an Bord treiben, auf anderen Reisen hingegen - so wie dieser - ist man plötzlich mit 23 Leuten und hat eine super angenehme und entspannte Atmosphäre. Genau so, wie man sich den Treff vorstellt und wie es im Bestfall läuft. Schnell merkt man aus den Gesprächen heraus, mit welchen Leuten man gut auskommt, mit welchen eher weniger gut und die ersten Gruppen bilden sich. Rückblickend auf die Reise kann ich nun sagen, dass sich unsere Gruppe wirklich gut verstanden hat und wir ab diesem Abend täglich zusammen unterwegs waren. Eine wirklich coole Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen, welche es auch so nur auf AIDA gibt. Andere Reedereien bieten solche Treffs bedauerlicherweise nicht an, weshalb es hier auch deutlich schwerer fällt, neue Leute kennenzulernen. Nicht zuletzt ist es die Sprachbarriere, welche das Kennenlernen schwer macht, da leider noch immer viele Südländer kein Englisch sprechen. Nun aber zurück an Bord von AIDA, wo 99% aller Gäste deutsch sprechen :) Auch nach dem eigentlichen Treffen haben wir den Abend zusammen im Ocean Club verbracht und gefeiert. Für mich ging es gegen 01 Uhr ins Bett, da der nächste Tag mein persönliches Highlight der Reise war und ich diesen Tag voll und ganz nutzen wollte. Wir sind im Hafen von Gibraltar angekommen und wer hier schon einmal war weiß, dass Gibraltar einiges zu bieten hat. Als britisches Überseegebiet verwaltet es sich größtenteils selbst, doch ist in Sachen Währung an den GBP gebunden und auch Verteidigung sowie Außenpolitik liegen in der Hand von Großbritannien. Mein Highlight und Ziel des Tages war der Affenfelsen, welchen man auf verschiedene Arten erreichen kann. Die wohl bekannteste Art den Fels zu erklimmen ist die Seilbahn, welche derzeit allerdings aufgrund von umfangreichen Wartungsarbeiten außer Betrieb war. Blieben also die Möglichkeiten mit einem Reedereiausflug nach oben zu fahren, ein Taxi zu nehmen oder für die sportlichen die Möglichkeit, vom Stadtzentrum aus nach oben zu wandern. Für mich hieß es also Wasser einpacken und ab geht´s in Richtung Gipfel. Insgesamt 420 Höhenmeter galt es zu bestreiten in Kombination mit einigen Affen, welche immer wieder an den Treppen saßen und darauf warteten, jemandem etwas zu klauen. Einem kleinen Mädchen wurde beispielsweise eine Haarklammer geklaut, welche von nun an in den Besitz des Affen übergegangen ist. Wirklich gefährlich wird es, wenn man mit offenem Essen in der Nähe der Affen spaziert, denn hier wird man wirklich von den Affen angesprungen und nicht eher in Ruhe gelassen, bis man sein Essen entweder fallen lässt oder es der Affe selbst aus deinen Händen klaut. Gar nicht mal so ohne und nur lustig, solange man nicht selbst betroffen ist. Ansonsten ist es einfach interessant und entschleunigend zuzuschauen, wie sich die Affen ihren Tag vertreiben. Ebenfalls interessant sind die verschiedenen Höhlen, welche man im Affenfelsen bestaunen kann. Für mich einer der bisher schönsten Tage und Ausflüge, auch wenn der Eintritt in das Naturreservat rund um den Affenfelsen mit 34€ für Erwachsene und 23€ für Kinder nicht gerade preiswert ist. Zurück in der Stadt ging es nach einem kleinen Snack weiter in Richtung Hotelschiff "The Sunborn" und von dort aus zum Flughafen, welcher aufgrund der Größe Gibraltars einmal quer durchs Land geht. Immer, wenn ein Flugzeug landet oder startet, werden die Tore geschlossen und Sicherheitskräfte stoppen den Verkehr. Ist die Landebahn frei, kann man diese wie jede normale Straße zu Fuß überqueren. Mal etwas anderes, nachmittags über ein Rollfeld zu spazieren. Danach ging es zurück zum Schiff, wo heute die große Mallorcaparty in der Almhütte stattgefunden hat. Hier waren wir mit unserer Truppe vor Ort und hatten gemeinsam eine Menge Spaß. Am nächsten Morgen wurden wir geweckt von der Sonne in Malaga und sind bereits zeitig von Bord. Hier bietet es sich super an, mit E-Scootern die Stadt zu erkunden und entlang der Strandpromenande zu fahren. Nach einer ausgiebigen Runde haben wir schließlich noch am Hafen einen Halt gemacht und etwas getrunken, bevor es gegen Nachmittag wieder zurück an Bord ging. Außerdem in Malaga zu empfehlen ist die Kathedrale im historischen Zentrum der Stadt sowie der Wanderweg "Camino del Rey", welcher etwa 30-40min mit dem Bus/Taxi entfernt ist. An Bord angekommen war auch diesen Abend wieder einiges los und zwar fand die berühmt-berüchtigte Silent-Party im Ocean Club statt. Hier wurden wieder drei Kanäle von drei verschiedenen DJ´s bespielt und den Leuten eine Menge Stimmung eingehaucht. Wir waren vorher noch mit ein paar Leuten beim Bingo und haben den Tagespreis um nur eine Zahl verpasst. Naja, knapp daneben ist auch vorbei. Neuer Hafen, neues Glück und damit Willkommen in Cartagena. Für mich ist es das erste Mal in dieser wunderschönen Stadt, welche schon vom Schiff aus sehr ansprechend aussieht. Geht man in die Stadt herein, lohnt es sich das Amphitheater in der Nähe des Hafens anzuschauen und sonst für einen Bummel durch die vielen Gässchen der Stadt zu ziehen. Ein Geschäft folgt das andere in Kombination mit sehr einladenden Cafe´s und gutem Wetter. Was braucht es mehr? So haben wir es auch gemacht und waren insgesamt zu dritt zuerst auf Shoppingtour durch die vielen verschiedenen Läden, bevor wir es uns in einem der Cafe´s gemütlich gemacht haben. Zum Mittagessen waren wir wieder zurück an Bord und haben nun für den Rest des Tages das leere Schiff genossen. Am Abend ging es für mich ins Theatrium zur Prime Time, wo sich unser neuer Kapitän vorstellte. Dieser ist zum ersten Mal in der Position des Kapitäns und hat im Hafen von Malaga das Kommando von Kapitän Becker übernommen. Eine sehr interessante und informative Prime Time. Danach folgte Karaoke im Brauhaus, wo wir wieder mit einer großen Gruppe erschienen sind und einen fantastischen Abend hatten. Ich selbst bin drei Mal ins Rampenlicht getreten um zu singen und auch wenn ich überhaupt keine musikalische Stimme habe, konnte ich das Publikum animieren mitzusingen und mich fast zu übertönen. Insbesondere der Song "An der Nordseeküste" brachte sehr gute Stimmung rein. Besser konnte es nicht laufen ;) Ein Hafen verfolgt den nächsten, sodass wir am Samstag in Valencia waren und uns als Ziel die Markthalle vorgenommen hatten. Auch hier gibt es wieder mehrere Möglichkeiten wie man am besten vom Terminal in die Stadt gelangt. Die für uns beste Option war der Stadtbus Nr. 95, welcher alle 20 Minuten von der Bushaltestelle "Pont de les Drassanes - Terminal maritima" ins Stadtzentrum fährt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 2€ je Fahrt pro Person. In Valencia selbst hat man wieder einmal einige Möglichkeiten und viele Sehenswürdigkeiten. Mich hat es zusammen mit zwei Freunden in die Markthalle gezogen, wo es neben typisch spanischen Gerichten einiges zu entdecken und probieren gibt. Schließlich haben wir an einem Verkaufsstand mit Austern, Seeigeln und Co. Halt gemacht und das ein oder andere probiert. Für mich gab es eine Auster und ein Seeigel, während die beiden anderen jeweils zwei Austern verspeist haben. Bisher hatte ich weder Auster noch Seeigel gegessen und muss sagen, dass mir die Auster zwar besser geschmeckt hat als der Seeigel, da dieser einen wirklich speziellen Eigengeschmack hat, doch den Hype um Austern kann ich nach wie vor nicht ganz nachvollziehen. Nach unserem Experiment ging es zu Fuß weiter durch die Stadt, vorbei an dem Bahnhof von Valencia, welcher aus mehr als 100 Filmen bekannt ist und der Stierkampfarena, welche die größte in ganz Spanien ist. Den Abschluss hat unsere Stadttour im Restaurant "100 Montaditos" gefunden, wo wir auch schon in Malaga eingekehrt sind. Von hier aus ging es mit dem Bus zurück zum Terminal und wir waren gegen 15:30 Uhr wieder an Bord. Alternativ lohnt sich in Valencia ein Besuch in den Höhlen von San Jose oder im Ozeaneum, welches ebenfalls gut vom Terminal aus zu erreichen ist. Möchte man die Höhlen besichtigen, empfehle ich im Vorfeld eine Tour zu buchen. Hier ist meist eine Bootsfahrt durch die Höhlen dabei und man bekommt noch Informationen über die Entstehung und Erhaltung. Sehr interessant. Doch nicht nur die Stadt war sehr kurzweilig, auch das heutige Unterhaltungsprogramm hat einiges geboten. Neben der obligatorischen Stunde Darts am Abend hat heute Abend Sarah Barelly mit ihrer Travestie Show das Theatrium bestens unterhalten und die Leute zum Lachen gebracht. Ein Tipp an alle Eltern: Lasst eure Kinder auf der Kabine ;) Nach der Show rief der Ocean Club, wo heute die legendäre Black and White Party stattgefunden hat, welche neben Gästen auch einige Crewmitglieder auf die Tanzfläche brachte. Inoffiziell ist die Black and White Party nämlich eine Crewparty und ein fixes Event im Alltag der Crew an Bord. Hier wurde heute ausgiebig gefeiert in der Voraussicht, dass es am nächsten und zugleich letzten Hafen der Reise - Barcelona - nicht von Bord geht. Somit startete der nächste Tag ganz entspannt mit einem Frühstück um 09:30 Uhr und anschließend ging es wieder zurück auf meine Kabine, wo ich nochmal bis 12 Uhr geschlafen habe. Auch solche Tage gehören an Bord dazu und bieten sich super an, wenn man auf einer Reise einen Hafen doppelt anläuft. Während der größte Teil der Passagiere an Land unterwegs ist, habe ich ab dem Mittag das "leere" Schiff genossen. Zuerst ging es ins Fitnessstudio, wo ich tatsächlich der einzige Passagier war, danach eine Kleinigkeit essen und schließlich in den Whirlpool, wo man seit Tagen wieder einmal einen Platz bekommen hat. Ursprünglich war mein Plan, heute das Camp Nou - Stadion des FC Barcelona - zu besichtigen, jedoch ist dieses nach wie vor aufgrund der Umbauarbeiten geschlossen und daher für mich uninteressant gewesen. Möchte man dies allerdings besichtigen, kann man dies super auf eigene Faust unternehmen. Gerade einmal sieben Kilometer vom Hafen entfernt kann man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder entspannt mit dem Taxi. Hier kostet eine Fahrtstrecke circa 25€. Gegen Nachmittag wurde es allmählich wieder voller an Bord und AIDAluna machte sich bereit für das letzte Ablegen dieser Reise. Punkt 17:30 Uhr haben wir den Hafen von Barcelona verlassen und machten uns auf den Weg zurück nach Palma de Mallorca, wo die Reise morgen enden wird. Bevor wir hier ankommen haben wir allerdings noch einen schönen Abend vor uns gehabt, welcher mit dem großen Farewell-Dinner in allen Restaurants begann. Hier wurde wie gewohnt Küche vom Feinsten geboten mit Lachssteaks, Rindersteaks, Garnelen und vielen weiteren Leckereien. Hier wird jeder fündig, garantiert! Sehr gut gestärkt ging der Abend weiter und führte uns zunächst für eine Runde Roulette ins Casino, bevor im Theatrium die große Abschiedsshow stattgefunden hat und die Crew von AIDAluna zum Winken im Theatrium eingelaufen ist. Wenn man selbst einmal dort gestanden hat, kann man sich noch besser in die Situation hineinversetzen und weiß, dass trotz gleicher Route und sich wiederholenden Häfen jede Reise einzigartig ist und Erinnerungen schafft, die sich genau so nie wiederholen lassen. Auch wird in diesen Momenten nochmals deutlich, wie sehr man solche Reisen und Erlebnisse schätzen muss. Nach der gelungenen Abschiedsshow war nun auch der Moment gekommen, sich von der Gruppe zu verabschieden, die innerhalb einer Woche Kreuzfahrt zusammengewachsen ist. Genau an dieser Stelle sind wir wieder an einem der Punkte was eine Kreuzfahrt so besonders macht; das Kennenlernen von vielen tollen Menschen innerhalb kürzester Zeit. Während man im Hotel abends rausgeht und jeder etwas anderes unternimmt, sitzt an Bord wahrhaftig jeder "im gleichen Boot" und wächst innerhalb kürzester Zeit eng zusammen. Doch wie heißt es immer am letzten Tag einer jeden Reise: "Wer nicht abreist, kann auch nicht wieder anreisen." In diesem Sinne endet eine weitere, außergewöhnlich schöne Kreuzfahrt mit interessanten Häfen, neuen Bekanntschaften und tollen Erinnerungen.
Nun noch ein kleines Fazit zum Umbau der "neuen" AIDAluna. Meiner Ansicht nach ist das Urlaubserlebnis im Vergleich zu vorher etwas besser geworden, bedingt durch viele Modernisierungen, lebendigere Farben auf dem ganzen Schiff und einer großen Auswahl an Restaurants. Auch in Sachen Familienfreundlichkeit hat sich an Bord einiges getan mit einem komplett neu gestalteten Kidsclub und einem neu angelegten Funpark auf Deck 14 neben dem Sportfeld. Einziger Kritikpunkt ist, dass trotz erweitetem Angebot an Restaurants um spätestens 23 Uhr alles geschlossen hat. Wünschenswert wäre etwas vergleichbares zur "Scharfen Ecke" an Bord von AIDAprima/perla oder dem Döner an Bord von AIDAnova/cosma gewesen, da man so nach der Disko meist hungrig ins Bett geht und keine andere Wahl hat als sich eine Tafel Schokolade am Automaten zu kaufen. Hinzu kommt, dass die kostenlose AIDAlounge im Bug auf Deck 10 durch die Panorama Lounge ersetzt wurde. Diese ist zwar moderner und schöner eingerichtet als zuvor, jedoch bekommt man einen Tisch nur reserviert, wenn man eine Etagere für 19.90€ dazubucht. Dies gilt aber nur für bestimmte Events, sodass man es sich dort während Seetagen oder Hafentagen nach wie vor ohne Einschränkungen bequem machen darf. Mein ursprünglich größter Punkt der Skepsis war, dass die Anytime Bar durch den Ocean Club ersetzt wurde. Dieser hat sich aber in keinster Weise bewahrheitet, sondern im Gegenteil ist der Ocean Club sehr gelungen und hat den Charme der Anytime Bar beibehalten. Die wesentliche Änderung ist, dass der Bereich mit Stehtischen durch einen Loungebereich ersetzt wurde, sodass man sich auch bequem hinsetzen kann. Auch diese Änderung ist sehr gelungen.
Alles in allem kann ich somit das Schiff nur empfehlen und freue mich für jeden, der bereits eine Tour auf einem der modernisierten Sphinx-Klasse Schiffen gebucht hat oder dies tun wird. Ich selbst würde auch jederzeit wieder eine Tour mit AIDAluna buchen.

Wirklich tolle taufreise dei allerdings bereits im Jahre 2009 geschehen ist