Mexiko & Karibik ab/bis La Romana mit AIDAsol
- lukasbraendlein
- 7. Mai
- 7 Min. Lesezeit

Nach einer ereignisreichen Messesaison und zwei Monaten an Land hieß es am 28. Februar wieder einmal „Leinen los“ in Richtung Mittelamerika, Karibik und schließlich über den Atlantik bis nach Hamburg. Insgesamt 44 Tage Kreuzfahrt liegen vor uns, auf die ich euch auch dieses Mal mitnehmen möchte, Tipps für Eure nächste Kreuzfahrt gebe und insbesondere über das Programm einer Atlantiküberquerung mit AIDA berichte. Anders als bei den vorherigen Blogartikeln gibt es dieses Mal keinen „Fließtext“ von mir, sondern eine Übersicht mit meinen unternommenen Ausflügen sowie weiteren Ausflugstipps für die jeweiligen Häfen. Daran folgt ein Abschnitt über die Atlantiküberquerung, wovor erfahrungsgemäß sehr viele Passagiere großen Respekt haben, und im dritten Abschnitt berichte ich über Ereignisse an Bord im Allgemeinen.
Worauf warten wir also? – Leinen Los für den ersten Hafen unserer Reise…
02.03.2026 – Ocho Rios, Jamaika
Nach einem entspannten ersten Seetag kommen wir auf Jamaika, genauer gesagt im Hafen von Ocho Rios an. Wir haben uns heute als Ziel die spektakulären Dunn’s River Falls gesetzt, welche wir bequem mit dem Taxi erreicht haben. Doch Vorsicht; im Hafengelände stehen Taxifahrer, welche einen Fahrtpreis von $20 pro Person anbieten und einen somit abzocken wollen. Läuft man nur etwa 200m aus dem Terminal heraus, kommt man für $20 für alle Personen zu den Wasserfällen. Angeboten wurden uns zuerst $40, doch als wir schon am Weitergehen waren, lenkte der Taxifahrer ein und fuhr uns für $20 zu den Wasserfällen. Vom Hafen aus fährt man etwa 10-15 Minuten mit dem Taxi und wird vor Ort selbst mit einer atemberaubenden Kulisse beeindruckt. Sowohl die Wasserfälle, welche man hinaufklettern kann, als auch der Strand am Fuße der Wasserfälle sind sehr zu empfehlen und man kann problemlos den ganzen Tag hier verbringen. Eintritt für Wasserfälle und Strand beträgt pro Person $25. Zurück zum Schiff sind wir gelaufen und waren etwa 35 Minuten unterwegs, jedoch ist der Weg nicht zu empfehlen und man sollte das nächste Mal lieber mit dem Taxi zurückfahren. Zurück im Hafengelände sind wir noch eine Runde durch die Straßen von Ocho Rios gelaufen und haben es uns bei einem kühlen Bier in einer Bar bequem gemacht. Alternativ zu unserem Ausflug ist der Bamboo Beach Club sehr empfehlenswert für alle, die einen typisch karibischen Strandtag machen möchten. Hierfür sollte man etwa 45 Minuten Fahrt einplanen.
04.03.2026 – Cozumel, Mexiko
Ein weiterer Seetag liegt hinter uns und wir sind im Hafen von Cozumel angekommen. Da die Insel für uns sehr interessant war und ich möglichst viel sehen wollte, haben wir uns dazu entschieden, mit Quads über die Insel zu fahren. Bucht man diese über die Reederei, zahlt man pro Quad zwischen 200 bis 250 Euro. Wir sind aus dem Hafengelände rausgelaufen und haben etwa 150m entfernt eine Vermietung gefunden, bei der wir nach Verhandlung pro Quad $75 plus $10 für Benzin gezahlt haben. Von der Vermietstation aus ging es in den Süden der Insel zum „Faro de Punta Celarayn“, einem komplett weißen Leuchtturm. Hier ging es nach kurzem Fotostopp weiter über die Insel mit Zwischenstop bei einem Straßenverkäufer mitten im Nirgendwo. Hier haben wir eine eiskalte Kokosnuss getrunken und sind weitergefahren zum Paradise Beach Club, wo wir ebenfalls Deutsche eines anderen Kreuzfahrtschiffs getroffen haben. Immer wieder schön, wenn man Gleichgesinnte trifft. Für den Paradise Beach Club zahlt man $20 Eintritt pro Person, doch unser Vermieter der Quads hatte mit den Inhabern eine Absprache, dass Mieter kostenlos reinkommen. Eine nette Geste, die uns $60 gespart hat. Alles andere als nett war jedoch unser Erlebnis auf dem Rückweg zurück in die Stadt, und zwar wurden wir von korrupten Polizisten im wahrsten Sinne des Wortes abgezockt. Zuerst wurde behauptet, dass wir auf dieser Straße nicht fahren dürfen, was die erste Lüge war. Danach wurden unsere Führerscheine verlangt und einbehalten mit der Bemerkung, dass diese am Morgigen Tag für $400 auf der Polizeistation ausgelöst werden können. Auf die Nachfrage, ob man das nicht anders hier vor Ort lösen könne, wurde sofort eingegangen und wir haben unsere Führerscheine für $100, €50 und 350 Pesos – unser gesamtes Bargeld – zurückbekommen und durften auf der angeblich gesperrten Straße weiterfahren. Interessant, wie „Polizei“ in anderen Ländern funktioniert. Anschließend ging es noch einmal in Richtung Norden Cozumels, und zwar wollten wir uns die anderen Kreuzfahrtschiffe anschauen, welche außerhalb der Stadt liegen. Hierzu zählten unter anderem die MSC World America und das bis dato größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die Star of the Seas von Royal Carribean. Ein Wahnsinn!Alternativ kann man auf Cozumel wunderbar schnorcheln gehen oder man unternimmt einen Ausflug zu der bekannten Maya-Stätte von Tulum. Hier empfiehlt sich ein geführter Ausflug, da man zuerst mit der Fähre zum mexikanischen Festland fahren muss und anschließend per Bus weiter zu der Stätte fährt. Für (ehemalige) Crewmitglieder ist ein Besuch in der No Name Bar ein Muss, da hier jedes Crewmitglied ein Namensschild anbringen und sich so verewigen darf.
05.03.2026 – Belize City, Belize
Ein für mich neues Land, welches mich zugegeben jedoch enttäuscht hat; Belize. Nach einer etwa 30-minütigen Fahrt mit dem Tenderboot sind wir an Land angekommen und in eine Einkaufsmeile gekommen, welche sich zusammen mit verschiedenen Bars und Restaurants direkt am Anleger befindet. Verlässt man jedoch dieses „Touristenareal“ und schaut sich die Stadt auf eigene Faust an, fühlt man sich schnell unwohl und erlebt echte Armut hautnah. Auf der einen Seite authentisch zu sehen, wie Menschen dort leben und arbeiten, auf der anderen Seite jedoch nichts, wo man ohne Ausflug einen ganzen Tag verbringen kann. Daher empfehle ich, in diesem Hafen einen Ausflug zu buchen, und zwar habe ich an Bord sehr viel positives über Schnorcheltouren erfahren, beispielsweise in den Mangroven oder den Coral Gardens. Im Anschluss daran spricht nichts dagegen, es sich bei einem kühlen Getränk am Anleger bequem zu machen.
07.03.2026 – Grand Cayman, Cayman Islands
Nicht nur ein Steuerparadies und die reichste Insel der Welt, sondern auch ein traumhaft schöner Hafen für Kreuzfahrtreisende; Grand Cayman auf den Cayman Islands. Auch hier haben wir wieder getendert und sind in etwa zehn Minuten am Festland angekommen, wo uns ein sauberes und gut organisiertes Hafengelände erwartete. Für heute haben wir nichts Außergewöhnliches geplant, sodass wir zuerst einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt unternommen haben und durch verschiedene Läden gestöbert sind, bevor wir gegen Mittag mit dem Taxi zum etwa 6km entfernten „Seven Mile Beach“ gefahren sind. Hier konnte man den Tag sehr gut verbringen und die Schönheit der Insel sowie des Strands bei einem kühlen Getränk genießen. Die Preise waren nett gesagt sehr touristisch, jedoch liegt das Durchschnittsgehalt der Einwohner bei mehr als 6000€ Brutto, sodass die Preise zumindest nachvollziehbar sind. Ein weiteres Highlight der Insel ist das Schwimmen mit Rochen, den sogenannten Cayman Rochen. Hier hat man beste Voraussetzungen.
08.03.2026 – Montego Bay, Jamaika
Während die Kreuzfahrt heute in Montego Bay für viele endete, war bei uns gerade einmal die erste Woche vorbei und wir machten uns auf den Weg durch die Landschaft, wo man jedoch oft angesprochen und beinahe belästigt wurde, sodass es sich nicht empfiehlt, abseits der Touristenpfade unterwegs zu sein. Für den nächsten Besuch auf Montego Bay werde ich definitiv zum „Doctors Cave Beach Club“ fahren, einem der bekanntesten und schönsten Strände von ganz Jamaika. Hierfür ist insbesondere Montego Bay bekannt; traumhafte Sandstrände.
10.03.2026 – Samana, Dominikanische Republik
Auf Samana hatten wir mit nur fünf Stunden eine sehr kurze Liegezeit, doch auch diese reichte aus um die „Isla Cayo Levantado“ – besser bekannt als die Bacardi-Insel – zu erkunden und einen schönen Tag am Strand zu verbringen. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist eine Walbeobachtungstour, da vor allem in der Bucht, wo man auch mit dem Schiff auf Reede liegt, viele Wale zu beobachten sind. So hatten wir das Glück, beim Verlassen der Bucht zwei Wale von Deck aus zu sehen.
11.03.2026 – Tortola, Britische Jungferninseln
Festgemacht in Tortola ging es heute auf große Wanderung zu einem entlegenen Strand, welcher uns pro Strecke etwa 6km und 320 Höhenmeter Körpereinsatz kostete. Angekommen am „Trunk Bay St. John“ hat sich der Weg jedoch mehrfach gelohnt und wir hatten zu viert den gesamten Strand für uns allein. Generell muss ich sagen, dass dieser Strand einer der schönsten Strände war, die ich bisher kennenlernen durfte. Außerdem empfehle ich für alle Rumliebhaberinnen und Liebhaber einen Besuch in der Callwood Rum Destillerie, wo man nicht nur sämtliche Sorten Rum probieren kann, die im Anschluss ihre volle Wirkung in der prallen Sonne entfalten, sondern auch kaufen kann. Das ideale Mitbringsel für alle zuhause gebliebenen oder natürlich für den Eigenbedarf. Wichtig hierbei; Zollfrei ist pro volljährige Person maximal ein Liter Alkohol erlaubt.
12.03.2026 – Basseterre, St. Kitts and Nevis
In unserem letzten Hafen des ersten Reiseabschnitts St. Kitts gibt es für mich persönlich die Sehenswürdigkeit schlechthin, und zwar ein Besuch auf dem Sir Timothy Hill, wo karibisches Meer und atlantischer Ozean aufeinandertreffen und eine wunderschöne Kulisse abbilden. Erreichbar ist der Berg mit dem Bus, Taxi oder auch mit dem Fahrrad. Als ich das erste Mal auf St. Kitts war, bin ich vom Schiff aus mit dem Fahrrad zum Sir Timothy Hill gefahren, jedoch ist diese Strecke nicht zu unterschätzen und nichts für Gelegenheitssportler, da man sehr viele Berge bzw. Höhenmeter zurücklegen muss. Der einfachste Weg ist eine Taxifahrt, welche in den meisten Fällen eine Rundfahrt mit verschiedenen Stopps über die ganze Insel ist und pro Person etwa $40-50 kostet. Für das Geld bekommt man einen halbtägigen Ausflug, bei dem man die Insel ganz bequem mit dem Taxi erkundet. Außerdem wird man direkt am Hafen von einem wunderschönen Terminal mit vielen Shops empfangen, welche zum Shoppen und Verweilen einladen.
14.03.2026 – La Romana, Dominikanische Republik
Die ersten 14 Tage meiner Reise mit AIDAsol sind wie im Flug vergangen und auch heute heißt es wieder einmal Abschied nehmen von vielen lieben Menschen, die man während der Kreuzfahrt kennengelernt hat. Sei es beim Darts, beim Shuffleboard oder abends in der Anytime Bar (Disco), es war nicht nur von der Route gesehen, sondern auch von den Menschen an Bord eine traumhafte Reise. Auch die Tatsache, dass wir in 14 Tagen fünf Seetage hatten, schweißte die Gruppe zusammen und macht den Abschied nicht gerade leicht. Wie heißt es allerdings so schön: „Denn wer nicht geht kann auch nicht wiederkommen.“ In diesem Sinne eine gute und sichere Heimreise allen, die uns heute verlassen und Glückwunsch an alle, die uns bis nach Hamburg begleiten. Für uns geht es heute ins Kreuzfahrtterminal von La Romana, und zwar an die dort kostenlose Poolanlage. Während La Romana für die meisten Gäste der Ein- oder Ausschiffungshafen ist und in der Umgebung nicht wirklich viele Sehenswürdigkeiten bereithält, verbringen wir den Tag ganz entspannt am Pool des Kreuzfahrtterminals. Wie bereits erwähnt ist die Nutzung völlig kostenfrei und lediglich Essen und Getränke müssen gezahlt werden. Für $10 kann man sich optional einen Sonnenschirm für den gesamten Tag mieten, was aus meiner Sicht mehr als fair ist und auch die Preise für Essen und Getränke sind angemessen. So kostet ein Cocktail zwischen $8-10 und eine große Portion Pommes gibt es bereits für $6. Fast wie zuhause am Schwimmbadkiosk ;)Gegen Nachmittag ging es dann zurück an Bord und ich nutzte die Zeit für ein Training im völlig leeren Fitnessstudio und danach war es Zeit, unseren neuen Kabinengenossen zu begrüßen. Während wir uns die Kabine in den ersten 14 Tagen mit Leon geteilt haben, ist dieser heute abgereist und im fliegenden Wechsel ist Daniel angereist, der mit uns bis Hamburg fährt. Auf die kommende Reise, auf die kommenden 29 Tage.



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