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Von La Romana bis Gran Canaria mit AIDAsol

  • lukasbraendlein
  • 11. Mai
  • 9 Min. Lesezeit
AIDA sol im Hafen von St. Johns auf Antigua
AIDA sol im Hafen von St. Johns auf Antigua

 

14.03.2026 – La Romana, Dominikanische Republik

Die ersten 14 Tage meiner Reise mit AIDAsol sind wie im Flug vergangen und auch heute heißt es wieder einmal Abschied nehmen von vielen lieben Menschen, die man während der Kreuzfahrt kennengelernt hat. Sei es beim Darts, beim Shuffleboard oder abends in der Anytime Bar (Disco), es war nicht nur von der Route gesehen, sondern auch von den Menschen an Bord eine traumhafte Reise. Auch die Tatsache, dass wir in 14 Tagen fünf Seetage hatten, schweißte die Gruppe zusammen und macht den Abschied nicht gerade leicht. Wie heißt es allerdings so schön: „Denn wer nicht geht kann auch nicht wiederkommen.“ In diesem Sinne eine gute und sichere Heimreise allen, die uns heute verlassen und Glückwunsch an alle, die uns bis nach Hamburg begleiten. Für uns geht es heute ins Kreuzfahrtterminal von La Romana, und zwar an die dort kostenlose Poolanlage. Während La Romana für die meisten Gäste der Ein- oder Ausschiffungshafen ist und in der Umgebung nicht wirklich viele Sehenswürdigkeiten bereithält, verbringen wir den Tag ganz entspannt am Pool des Kreuzfahrtterminals. Wie bereits erwähnt ist die Nutzung völlig kostenfrei und lediglich Essen und Getränke müssen gezahlt werden. Für $10 kann man sich optional einen Sonnenschirm für den gesamten Tag mieten, was aus meiner Sicht mehr als fair ist und auch die Preise für Essen und Getränke sind angemessen. So kostet ein Cocktail zwischen $8-10 und eine große Portion Pommes gibt es bereits für $6. Fast wie zuhause am Schwimmbadkiosk ;)Gegen Nachmittag ging es dann zurück an Bord und ich nutzte die Zeit für ein Training im völlig leeren Fitnessstudio und danach war es Zeit, unseren neuen Kabinengenossen zu begrüßen. Während wir uns die Kabine in den ersten 14 Tagen mit Leon geteilt haben, ist dieser heute abgereist und im fliegenden Wechsel ist Daniel angereist, der mit uns bis Hamburg fährt. Auf die kommende Reise, auf die kommenden 29 Tage.

 

16.03.2026 – Philipsburg, St. Maarten

Auf unserem ersten Hafen der „neuen“ Reise, Philipsburg auf St. Maarten, führte uns der heutige Ausflug wie viele andere Kreuzfahrtpassagiere auch zum etwa 45 Minuten entfernten Maho Beach. Bekannt als Flugzeugstrand ist es ein kleiner Strand direkt an der Landebahn des Flughafens. Hier starten und landen Flugzeuge in direkter Nähe und insbesondere die Landungen fühlen sich an, als wäre das Flugzeug zum Greifen nah. Ein Erlebnis, welches jeder Passagier gemacht haben muss. Vom Hafen aus fahren unzählige Taxen zum Maho Beach und man kann direkt vor Ort für $18 pro Person Tickets erwerben. Das Ticket beinhaltet die Hin- und Rückfahrt mit dem Taxi, späteste Rückfahrt zum Hafen ist um 16 Uhr. Auf der Rückfahrt zum Schiff hat uns der Taxifahrer netterweise im Stadtzentrum aussteigen lassen und wir haben die verbliebene Zeit genutzt, um nach einem kurzen Stadtbummel zum Great Bay Beach zu gehen, wo man direkten Blick auf den Kreuzfahrthafen hat. Ein wunderschöner Strand, welcher völlig kostenfrei ist und absolut empfehlenswert ist. Wichtig ist nur, dass man nicht in die Strandbereiche der jeweiligen Hotels geht, da es sonst Ärger gibt und je nach Hotel zu Strafzahlungen kommen kann. Von hier aus waren es zu Fuß 25 gemütliche Minuten zurück zum Schiff.

 

17.03.2026 – Basseterre, St. Kitts and Nevis

Einer von zwei Häfen, welcher sich auf unserer Reise doppeln wird, ist Basseterre und so sind wir heute nur kurz von Bord für einen Spaziergang durch die Straßen von Basseterre und gegen Mittag bereits wieder an Bord. Ebenfalls eine sehr schöne Sache, da man so das fast leere Schiff mit allen Annehmlichkeiten genießen kann. Möchte man noch etwas von der Insel sehen und einen Ausflug unternehmen, lohnt sich eine Fahrt mit dem Sugar Train durch die Landschaft von St. Kitts. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa $110 pro Person und sind damit nicht gerade günstig, jedoch bekommt man für sein Geld eine Menge geboten.

 

18.03.2026 – Pointe à Pitre, Guadeloupe

Unser nächster Hafen der Reise, welcher sich im weiteren Reiseverlauf ebenfalls doppeln wird, ist Pointe à Pitre auf der wunderschönen Insel Guadeloupe. Nach dem Frühstück ging es für uns direkt an Land für einen Spaziergang durch die Stadt. Bekannt für Gewürze und eine beeindruckende Natur bietet die „Schmetterlingsinsel“ so einiges für einen erlebnisreichen Tag an Land. Warum Schmetterlingsinsel? Schaut man sich Guadeloupe auf der Karte an, erkennt man schnell die schmetterlingsartige Formation der Insel und die damit verbundene Einteilung in einen linken und einen rechten „Flügel“. Da man beides an einem Tag nicht schaffen kann, sind daher zwei Tage auf Guadeloupe eine sehr gute Sache. Im „linken“ Teil der Insel wartet der botanische Garten von Deshaies darauf, erkundet zu werden und im „rechten“ Teil der Insel, ganz in der Nähe des Hafens, findet man ein Aquarium, welches vor allem für Familien ein großartiges Ausflugsziel ist. Möchte man die ganze Insel an einem Tag sehen, kann man eine Inselrundfahrt buchen und von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit fahren. Hierfür gibt es privat geführte Touren oder über die Reederei organisierte Ausflüge.

 

19.03.2026 – Castries, St. Lucia

Für St. Lucia war uns sofort klar, dass wir einen Strandtag machen möchten. Um außerdem etwas von Castries zu sehen haben wir uns dazu entschieden, den etwa 40-minütigen Weg zum Strand zu Fuß zurückzulegen und sind schließlich am Vigie Beach angekommen. Hier bekommt man für $0 einen traumhaften Strand mit einer tollen, preiswerten Strandbar. Was möchte man mehr?! Ein weiteres Highlight der Insel ist der Sugar Beach, welcher mit dem Auto je nach Verkehrslage zwischen 70 und 90 Minuten entfernt liegt. Ist man am Strand angekommen lohnt sich allerdings sämtliche Warte- und Fahrtzeit und man wird mit einer Kulisse erwartet, die man nahezu nirgendwo in der Karibik findet.

 

20.03.2026 – Kingstown, St. Vincent

Heute ist nicht nur Freitag und der fünfte Hafentag in Folge, nein, es ist der Erstanlauf von AIDAsol im Hafen von St. Vincent. Wer sich mit Schiffen auskennt, weiß, dass der Erstanlauf eines Kreuzfahrtschiffs in einem neuen Hafen immer mit der Übergabe einer Hafenplakette zelebriert wird. So wurde auch dieses Mal eine Vertretung der Inselregierung von unserem Kapitän auf der Brücke empfangen, um Geschenke und die Hafenplakette für AIDAsol zu erhalten. Schaut man sich die Insel jedoch genauer an, merkt man schnell, dass St. Vincent eine sehr arme Insel ist. Dennoch gibt es tolle Ausflugsmöglichkeiten, wie eine Fahrt mit dem Katamaran entlang einiger Drehpunkte der Filme „Fluch der Karibik“ und der oft damit verbundene Besuch der „Dark View Wasserfälle“. Über die Reederei gibt es einen Ausflug, welcher neben der Katamaranfahrt und dem Besuch der Wasserfälle ein inseltypisches Mittagessen beinhaltet. Habt ihr schon einmal von der Brotfrucht gehört oder gar probiert? Ich bis zu meinem Besuch auf St. Vincent auch nicht, doch sie schmeckt sehr lecker und macht ihrem Namen aller Ehre. Außerdem ist St. Vincent der perfekte Hafen für eine geführte Regenwaldwanderung, was am heutigen Tag auch mein Ziel war. Über die Reederei habe ich für 65€ eine insgesamt dreistündige Wanderung durch den Regenwald gebucht, inkl. Rumpunsch im Anschluss. „Don´t worry, our rum has just 82.5% of alcohol.“Klar, warum soll man sich da auch Gedanken machen?! Nach der Wanderung habe ich zwei Rumpunsch in der Sonne getrunken und war für die 30-minütige Fahrt zurück zum Schiff bestens bedient. Leider geil!

 

21.03.2026 – Bridgetown, Barbados

„Die rote Sonne von Barbados, für dich und mich scheint sie immer noch.“ Für den Ohrwurm dürft ihr mir gerne später danken, doch nun zum Wesentlichen;Barbados ist ohne Frage für viele ein Traumziel mit großartigen Stränden und der Möglichkeit, mit Schildkröten und Rochen schnorcheln zu gehen. Uns hat es heute zum Boatyard Beach Club geführt, wo man für $40 Eintritt pro Erwachsenen einen Strand mit vielen tollen Attraktionen, kostenfreien Schirmen und Liegen sowie einer im Preis inkludierten Schnorchel Tour erhält. Und noch besser, ein kostenloser Cocktail ist ebenfalls im Preis enthalten. Für uns der perfekte Ort für einen ausgelassenen Tag am Strand sowie der Möglichkeit zu schnorcheln. Während des Schnorchelns haben wir nicht nur viele bunte Fische und ein Schiffswrack gesehen, sondern auch eine Schildkröte, welche das klare Highlight dieses Ausflugs war. Wenn Du das nächste Mal auf Barbados bist, empfehle ich Dir den Tag im Boatyard Beach Club zu verbringen. Das Taxi hierher kostet vom Hafen $5 pro Person und die Fahrt zurück zum Hafen ist ebenfalls schon in der Eintrittsgebühr von $40 enthalten. Exzellente Preis-Leistung!

 

22.03.2026 – Fort-de-France, Martinique

Auch wenn man es nicht ahnt oder für möglich hält, zählt Martinique zu Frankreich und selbst ein 10h-Flug von Marseille nach Martinique (FDF) zählt als Inlandsflug. Martinique selbst hat einige traumhafte Strände im Süden der Insel zu bieten und auch für eine Wanderung zum Wasserfall „Saut Gendarme“ ist Martinique der richtige Ort. 

 

23.03.2026 – Roseau, Dominica

Heute haben wir mit AIDAsol auf Dominica festgemacht und auch wenn ich hier bereits das dritte Mal bin, gibt es immer wieder etwas Neues, schönes zu entdecken. Bisher gesehen und empfehlen kann ich die Trafalgar Falls, den Emerald Pool sowie eine Wanderung durch den Regenwald Dominicas mit Verkostung einer originalen Kakaobohne sowie „Nutmeg Jam“ – Marmelade aus der Schale von Muskatnüssen. Diese Ziele sind alle bequem mit dem Bus oder Taxi zu erreichen und es gibt zahlreiche geführte Touren. Für den heutigen Tag sollte es allerdings etwas sportlicher zugehen, sodass wir uns für eine Bike-Tour angemeldet haben inklusive Tubing. Insgesamt war die Tour 33km lang und mit 520 Höhenmetern nicht ganz einfach, doch durchaus machbar für jeden unserer siebenköpfigen Gruppe. Nach etwa 20km Fahrt sind wir an der Tubing-Station angekommen und von hier aus etwa eine Stunde flussabwärts getrieben. Für jeden, der Action im Urlaub sucht, ist das der perfekte Ausflug und ein cooles Erlebnis. Nach der Tour gab es noch eine kleine Stärkung, bestehend aus Kokosnuss und Zuckerrohr, bevor es mit dem Rad wieder zurück in Richtung Schiff ging. Alternativ ist Tubing auch ohne vorherige Fahrradtour buchbar oder man kann die Tour ebenfalls mit dem E-Bike bestreiten.

 

24.03.2026 – Pointe-à-Pitre, Guadeloupe

Für den zweiten Tag auf Guadeloupe habe ich bereits mögliche Ausflugstipps aufgeschrieben. Ist man jedoch kurzentschlossen und möchte nur kurz vom Schiff runter, bietet sich ein Spaziergang durch die Stadt super an. Bei mir war dieser Tag tatsächlich der erste und zum Glück einzige Tag von insgesamt 44 Tagen Kreuzfahrt, an dem ich den ganzen Tag krank im Bett gelegen habe. So blöd es ist, aber auch das gehört dazu.

 

25.03.2026 – St. Johns, Antigua

So schnell kann es gehen und nach dreieinhalb Wochen Karibik ist der letzte karibische Hafen der Reise angebrochen, St. Johns auf Antigua. Hier gibt es zwei Highlights, die man auf keinen Fall verpassen sollte, und zwar den Dickinson Bay mit der berühmt berüchtigten roten Telefonzelle sowie die ebenfalls am Dickinson Bay befindliche „Floating Bar“, ein Floß, welches mit einer Bar ausgestattet ist und der Platz für karibische Party und Rumpunsch ist. Auch schon morgens um 10 Uhr ;)Für uns ging es an dem Tag ebenfalls zum Dickinson Bay und wir haben uns dazu entschieden, den Hinweg zu Fuß zu bestreiten. Etwa 4km trennten uns vom Schiff bis zum Strand. Angekommen am Strand war den Poolhandtüchern zufolge das halbe Schiff vor Ort, um die karibische Sonne zu genießen. Man kann für $25 Liegen mieten, allerdings nur für 3 Stunden. Wir haben uns dagegen entschieden und es uns im Sand bequem gemacht, bevor wir eine Runde Jet Ski gefahren sind. Für 30 Minuten Fahrt haben wir zu zwei $60 bezahlt, was ein fairer Preis ist. Wichtig hierbei wie überall in der Karibik; verhandeln. Kein Preis ist in den Stein gemeißelt, auch nicht in den Läden bei Spirituosen, Zigaretten oder Kleidung. Außerdem durfte ein Bild mit der roten Telefonzelle nicht fehlen und auch die Floating Bar stand auf der Agenda. Allerdings waren wir leider zu spät und sie war leider schon so voll, dass wir nur vom Strand aus zuschauen konnten wie ausgelassen gefeiert wurde. Was braucht der Mensch mehr?!


01.04.2026 – San Sebastian, La Gomera

Nach sechs Tagen auf See haben wir den Atlantik überquert und es ist wieder Land in Sicht. Im Hafen von San Sebastian auf der kanarischen Insel La Gomera haben wir heute festgemacht und uns bereits im Voraus einen Mietwagen organisiert. Zu viert erkundeten wir die Insel auf eigene Faust und sind dabei einmal über die gesamte Insel gefahren. Bei 1,40€ pro Liter Sprit und 44€ Miete für einen VW T-Roc Cabrio kann man für kleines Geld viel sehen. Gegen Nachmittag sind wir noch zum Essen in die Stadt gegangen und haben und das beschauliche San Sebastian angeschaut. Beim nächsten Mal La Gomera würde ich es genauso wieder machen und generell kann man für die kanarischen Inseln sagen, dass ein Mietwagen sehr günstig und empfehlenswert ist, um in kurzer Zeit viel zu sehen.

 

02.04.2026 – Las Palmas, Gran Canaria

Am heutigen Karfreitag in Las Palmas auf Gran Canaria sind nach 19 Tagen Reise nicht nur viele Passagiere gegangen und ein neuer Kapitän gekommen, sondern es wurde in der gesamten Stadt Karfreitag zelebriert. Die in Spanien genannte „Semana Santa“ ist eine der höchsten Feste im Kirchenjahr und wurde durch eine aufwendige Prozession zum Karfreitag begleitet. Immer wieder interessant zu sehen wie andere Länder Bräuche und Feste zelebrieren. Unsere Befürchtung, dass die meisten Geschäfte in der Stadt geschlossen bleiben, bewahrheitete sich allerdings nicht und vieles war wie an einem normalen Werktag. Für uns ging es heute nur in die Stadt zum spanischen Laden „100 montaditos“, welcher sehr zu empfehlen ist. Ansonsten kann ich die Dünen von Maspalomas als Ausflugsziel sehr empfehlen oder den Stadtstrand von Las Palmas, welcher gerade einmal 500m vom Hafen entfernt ist. Für Familien ist das direkt am Hafen gelegene Aquarium „Poema del Mar“ ein super Ziel.

 

 
 
 

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