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Von Gran Canaria nach Hamburg mit AIDAsol

  • lukasbraendlein
  • 11. Mai
  • 6 Min. Lesezeit
AIDA sol im Hafen von Lissabon, Portugal
AIDA sol im Hafen von Lissabon, Portugal

02.04.2026 – Las Palmas, Gran Canaria

Am heutigen Karfreitag in Las Palmas auf Gran Canaria sind nach 19 Tagen Reise nicht nur viele Passagiere gegangen und ein neuer Kapitän gekommen, sondern wurde in der gesamten Stadt Karfreitag zelebriert. Die in Spanien genannte „Semana Santa“ ist eine der höchsten Feste im Kirchenjahr und wurde durch eine aufwendige Prozession zum Karfreitag begleitet. Immer wieder interessant zu sehen wie andere Länder Bräuche und Feste zelebrieren. Unsere Befürchtung, dass die meisten Geschäfte in der Stadt geschlossen bleiben, bewahrheitete sich allerdings nicht und vieles war wie an einem normalen Werktag. Für uns ging es heute nur in die Stadt zum spanischen Laden „100 montaditos“, welcher sehr zu empfehlen ist. Ansonsten kann ich die Dünen von Maspalomas als Ausflugsziel sehr empfehlen oder den Stadtstrand von Las Palmas, welcher gerade einmal 500m vom Hafen entfernt ist. Für Familien ist das direkt am Hafen gelegene Aquarium „Poema del Mar“ ein super Ziel.

 

03.04.2026 – Santa Cruz, La Palma

Angekommen im dritten und bereits letzten Hafen auf den Kanaren – Santa Cruz de La Palma – ging es zuerst von Bord auf eine kleine Wanderung zum „Molinos de Bellido“ und im Anschluss daran an einen schwarzen Sandstrand in der Nähe des Hafens. Eigentlich hätten wir auch für den heutigen Tag einen Mietwagen gehabt und wären wie bei meinem letzten Halt auf La Palma über die Insel gefahren, jedoch wurde dieser storniert, sodass wir einen ganz entspannten Tag in Santa Cruz gemacht haben. Nichtsdestotrotz bietet auch diese Insel so einiges und ich kann den Nationalpark „Caldera de Taburiente“ empfehlen. Hierfür muss man allerding einiges an Zeit einplanen, da man knappe 2 Stunden mit dem Auto unterwegs ist. Auf der Fahrt zum Nationalpark kommt man an einigen Aussichtspunkten vorbei.

 

04.04.2026 – Funchal, Madeira

Willkommen auf der Blumeninsel, Willkommen auf Madeira! Für heute wurde es bei mir sehr sportlich, denn ich habe mir als Ziel den Pico do Ariero gesetzt. Insgesamt 1810 Höhenmeter auf 43km Strecke erwarteten mich mit dem Crossbike und ich muss zugeben, auch als Sportler kam ich hier an meine Grenzen und habe abends gemerkt, dass ich vier Stunden lang nur bergauf gefahren bin. Angekommen auf dem Pico do Arriero und auch auf dem Weg nach oben wurde ich jedoch immer wieder mit traumhaften Aussichten über Madeira belohnt, weshalb sich ein Ausflug zum Pico do Ariero aus meiner Sicht definitiv lohnt. Natürlich muss man nicht mit dem Fahrrad hinauffahren, sondern kann, wie normale Menschen auch mit einem Mietwagen oder Mietroller fahren. Angenehmer und man hat den Vorteil, dass man auch die beiden anderen Berge Madeiras besichtigen kann. Mit 1851m ist der Pico das Torres der zweithöchste Berg Madeiras und mit 1862m ist der Pico Ruivo der höchste Berg von Madeira. Ebenfalls ist das direkt am Hafen erbaute Christiano-Ronaldo-Museum für jeden Fußballfan einen Besuch wert und in Madeira selbst lohnt sich ein Restaurantbesuch. Hierbei sollte man definitiv einen (oder mehrere) Poncha trinken und „Hot Stone“ Essen. Man bekommt einen heißen Marmorstein direkt auf dem Tisch angerichtet und hier wird das Fleisch bzw. Steak gegrillt. Ein Hochgenuss!Möchte man davor oder im Anschluss noch etwas Action erleben, lohnte es sich eine Korbschlittenfahrt zu unternehmen. Nervenkitzel ist hierbei garantiert.

 

06.04.2026 – Lissabon, Portugal

Nach einem Seetag angekommen in der Hauptstadt Portugals wurden wir mit bestem Wetter empfangen und haben uns individuell zu Fuß auf den Weg in die Stadt gemacht. Angefangen am „Praca do Comercio“ über die Kathedrale von Lissabon bis hoch hinauf zum „Miradouro da Senhora do Monte“, einem sehr schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die ganze Stadt sind wir durch die Straßen und Gässchen von Lissabon geschlendert. Gegen Nachmittag haben wir es uns schließlich im Cafe „Manteigaria“ auf der „Rua Augusta“ gemütlich gemacht und portugiesische Vanillekuchen, sogenannte „Pasteis de nata“ gegessen. Sehr lecker und bei jedem Besuch in Portugal ein Muss. Möchte man Lissabon etwas bequemer entdecken oder ist schlichtweg nicht mehr gut zu Fuß, lohnt sich eine Fahrt mit dem Tuk Tuk. Für 3 Stunden fahrt durch die Stadt zahlt man etwa 50-60€ pro Person. Ebenfalls sehr sehenswert ist die „Cristo-Rei“ Statue, ein Nachbau der weltberühmten Christusstatue von Rio de Janeiro.

 

07.04.2026 – Vigo, Spanien

Ursprünglich sollten wir am heutigen Dienstag in Porto, besser gesagt im Hafen von Leixões, angelegen, doch hier hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass wir in der spanischen Hafenstadt Vigo angelegt haben. Die Information zur Umroutung haben wir am Vorabend durch den Kapitän erfahren und sogar das Ausflugsteam konnte in letzter Minute Ausflüge für Vigo organisieren, sofern man einen geführten Ausflug buchen wollte. In Vigo angekommen geht man von Bord und ist dank der zentralen Lage des Terminals direkt in der Stadt. Neben dem Terminal befindet sich ein großes Einkaufszentrum und die Stadt selbst lädt ein zum Verweilen und Schlendern durch die vielen Geschäfte, Restaurants und Cafés. Möchte man einen wunderbaren Blick über die Stadt bis hin zum Terminal bekommen, lohnt sich der Weg zum Park „Monte do Castro“. Im Anschluss daran ist ein Besuch im „100 montaditos“ immer eine gute Wahl oder in einem der anderen Cafés vor Ort.

 

08.04.2026 – La Coruña, Spanien

Von La Coruña aus zieht es nicht nur viele nach Santiago de Compostela, um ein Stück auf den Jakobsweg zu laufen, sondern auch die Stadt selbst ist sehr sehenswert. Möchte man seinen Tag etwas sportlicher verbringen, lohnt sich eine Fahrradtour durch die Stadt mit Halt am „Torre de Hercules“. Auch zu Fuß ist dieser Aussichtspunkt gut zu erreichen bei etwa 2,4km Entfernung von der Pier. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Stadt sind der „Plaza de María Pita“, was zugleich die Altstadt darstellt, der wunderschöne Garten „Jardines de mendez nunez“ oder man läuft zu Fuß durch die Stadt an die andere Seite der Küste, wo man sich vor allem an sonnigen Tagen wunderbar an den Strand legen kann. Für die ganz Harten unter Euch kann auch ein Sprung ins etwa 18-20°C warme/kalte Wasser die richtige Wahl sein. Ich selbst habe es schon gemacht und es war zwar kalt, aber dennoch schön.

 

 

10.04.2026 – Le Havre, Paris

Wer meine Blogs verfolgt weiß, was heute auf der Agenda steht. Le Havre, meine absolute Lieblingsstadt wird auch auf dieser Reise nicht ausgelassen und wie immer kann ich nur den Rat geben: Haltet Euch von der Gangway fern und genießt das leere Schiff mit einem „Seetag“ im Hafen. Möchtet ihr doch etwas von der Stadt sehen, schaut in der Kirche „St. Josef“ in Le Havre vorbei. Soll es etwas weiter weggehen, wie beispielsweise Paris, empfehle ich dringend einen Ausflug über die Reederei zu buchen, da man durch die weite Fahrt und etwaige Staus nicht wirklich beeinflussen kann, ob man rechtzeitig zurück an Bord ist. Allerdings muss man bedenken, dass der Ausflug zu den teuersten überhaupt zählt und man pro Strecke etwa drei Stunden im Bus sitzt und von seinem Ganztagesausflug nur vier Stunden in der Stadt der Liebe übrigbleiben. Schneller ist man in Mont-Saint-Michel oder in Honfleur, wo man wirklich eine schöne Stadt der Normandie zu erwarten hat.

 

12.04.2026 – Hamburg, Deutschland

Kaum zu glauben, aber wahr; Hamburg, wir sind wieder da ;)Auch die längste, scheinbar endlose, Kreuzfahrt findet irgendwann ein Ende und so sind wir nach 44 Tagen voller Erlebnisse, Emotion und einem großen Koffer voller Erinnerungen wieder in Hamburg angekommen. Wie an jedem Abreisetag muss man bei individueller Abreise um spätestens 09 Uhr seine Kabine verlassen und darf bis maximal 10:30 Uhr an Bord bleiben. Wir hatten heute den großen Luxus, dass wir von unserem Chef höchstpersönlich abgeholt und zum Bahnhof gebracht wurden, wo die Züge unserer gesamten Reisetruppe zwischen 11 und 12 Uhr gefahren sind. Am Bahnhof habe ich eine alte Gastgeber-Kollegin von AIDAperla getroffen, die ich nun knapp zwei Jahre nicht gesehen hatte. Eine sehr schöne und auch emotionale Begrüßung, welche die Erinnerungen von der Zeit an Bord sofort wieder hochkommen lassen. Herrlich!Generell muss ich sagen, dass ich als Kreuzfahrtfreak immer ein bis zwei Tage brauche, um das an Bord erlebte zu verarbeiten und auch zu realisieren, dass das nicht nur ein Fiebertraum war, sondern dass ich wirklich alles Live und in Farbe erleben konnte. Insbesondere bei solch einer langen Reise fühlen sich Erlebnisse, die gerade einmal 3-4 Wochen vergangen sind, an, als wäre es schon zwei Jahre her gewesen. Das Bordleben ist super schnelllebig, man erlebt unglaublich viel und unglaubliches generell in sehr kurzer Zeit und vor allem knüpft man intensive Kontakte in kurzer Zeit, wofür man an Land mindestens das doppelte an Zeit brauchen würde. Bevor ich an dieser Stelle jedoch zu sehr aushole und etwas abschweife, möchte ich diesen Blog über meine Ausflüge und potenzielle Ausflugsziele an dieser Stelle beenden und beantworte im Folgenden Blog ein paar Fragen, welchen vielen von Euch unter den Nägeln brennen. In diesem Sinne sage ich vielen Dank für Deine oder Eure Aufmerksamkeit und viel Spaß an alle, die noch weiterlesen möchten. 😊

 

 
 
 

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