Rio de Janeiro - Weltmetropole oder Augenwischerei

Nach einer Nacht in Madrid ging es für mich am Freitag, den 17.04.26, weiter ins nächste Abenteuer, und zwar nach Rio de Janeiro. Etwa zehn Stunden Flug trennten uns von der Weltmetropole, doch schließlich haben wir auch diesen Flug geschafft und sind um 17:30 Uhr Ortszeit gelandet. Raus aus dem Flieger kamen wir in eine sehr lange Schlange zur Einreise in Rio, was in unserem Falle eine gute Stunde dauerte. Generell empfehle ich an dieser Stelle genügend Zeit einzuplanen. War die Einreise jedoch geschafft und die Koffer abgeholt, ging es zum vereinbarten Treffpunkt mit dem Fahrer, der uns zum etwa 15km entfernten Hotel brachte. Angekommen in unserem Hotel „Royal Regency Palace Hotel“ wurde man sofort freundlich empfangen und allgemein machte das Hotel einen wirklich wertigen Eindruck. Der Normalpreis wären hier 99€ pro Nacht im Doppelzimmer zzgl. Frühstück gewesen und wir hatten das Glück, einen Last-Minute Deal zu bekommen, bei dem das Frühstück bereits inklusive war. Thema Frühstück; es gab einige Speisen, welche man aus der europäischen Küche nicht kennt, jedoch war es ein reichhaltiges und vor allem leckeres Buffet. Klassiker wie Rührei, Spiegelei, Bacon etc. gab es neben brasilianischer Küche auch. Auch das Zimmer war vom Zustand her gut, jedoch sollte man hier keinen Luxus erwarten. Wichtig in Rio ist immer eine Klimaanlage im Zimmer, da man sonst kaum schlafen kann. Nun aber zum wirklich interessanten, und zwar was gibt es in Rio zu sehen und zu erleben?Am ersten richtigen Tag in Rio de Janeiro zog es uns wie viele andere Touristen auch zur Zahnradbahn, welche uns auf den Corcovado brachte. Hier wartete die weltberühmte Christusstatue von Rio de Janeiro auf uns und war wirklich sehr beeindruckend zu sehen. Wichtig bei der Bahn ist eines; zeitig vor Ort sein. Ein Ticket für Hin- und Rückfahrt kostet umgerechnet 26€ und trotz dass wir um 09 Uhr da waren, standen wir etwa eine Stunde an, bis wir schließlich in die Bahn einsteigen konnten. Schaut man sich jedoch die Schlange an als wir wieder nach unten gefahren sind, kann man mit mindestens 2,5 Std. Wartezeit rechnen. Daher ganz wichtig, früh sein!Als wir wieder in der Stadt angekommen sind und uns ein Uber zur Copacabana bestellen wollten wurde uns am eigenen Leibe klar, weshalb Rio zu den kriminellsten Städten zählt. Während mein Kollege und ich an einer Bushaltestelle standen und er mit seinem Handy ein Uber bestellen wollte, kam aus dem Nichts ein Mopedfahrer eines Lieferdienstes und zog an seinem Handy. Glücklicherweise hielt er sein Handy so fest, dass der Räuber keine Chance hatte und auch ein Passant auf der anderen Straßenseite mischte sich direkt ein, sodass dem Gauner nur die Flucht übrigblieb. Man denkt immer, dass einem sowas niemals passieren würde und man „sicher“ ist, doch in solchen Momenten wird einem vor Auge geführt, wie schnell es doch gehen kann und dass in solch einer Stadt nichts und niemand sicher ist. Somit nochmal mit einem blauen Auge davongekommen, doch unser Bewusstsein ist nun geschärfter denn je für die beiden kommenden Tage. Schließlich sind wir mit dem Uber an der ebenfalls weltbekannten Copacabana angekommen und haben uns hier zuerst zum Mittagessen in eine der Strandbars gesetzt. Ein Burger mit Pommes und großem Caipirinha für umgerechnet 10€, was braucht der Mensch mehr?! Gut gestärkt ging es nach dem Essen weiter für einen Spaziergang auf der Copacabana. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal auf der Copacabana in Rio de Janeiro stehen würde, doch am 18.04.2026 war es soweit und ich kann es noch immer nicht glauben, dass ich da sein durfte. Allerdings muss man ehrlicherweise dazusagen, dass die Copacabana außer ihrem Namen nicht allzu viel zu bieten hat. Am Ende ist es ein sehr überfüllter Stand, wo man alle fünf Minuten angesprochen wird um Essen, Getränke oder Sonnenbrillen zu kaufen und leider liegt viel Müll am Strand herum. Ist man auf der Suche nach schönen Stränden, ist die Copacabana ganz klar die falsche Wahl. Für mich persönlich ist die gesamte Stadt Rio de Janeiro ein klarer „Bucket List Moment“ und ich bin froh alles gesehen zu haben, jedoch würde ich in den nächsten Jahren nicht nochmal nach Rio fliegen wollen. Apropos fliegen; ein weiterer Bucket List Moment, welchen ich mir in Rio erfüllen konnte, ist ein Helikopterflug über die Stadt mit all ihren Highlights.Startpunkt war ein Flughafen, etwa 40 Minuten mit dem Auto von Rio entfernt. Per Uber Black kostet eine Fahrt zwischen 18 und 25€, was ich mehr als fair finde. Auf Google Maps ist der Startpunkt unter „Airtech Solucoes Aeronauticas“ zu finden. Hier startete mein 30-minütiger Helikopterflug über Rio de Janeiro mit Sicht auf Ipanema, Copacabana und die Christusstatue von oben. Ein einmaliges Erlebnis, was jeden einzelnen der insgesamt 210€ wert war. Für 25€ konnte man das Video seines Flugs erwerben, was ich ebenfalls getan habe, und eine tolle, lebenslange Erinnerung ist. Im Anschluss an den Flug ging es mit Uber zurück zum Hotel und nach einem letzten Abendessen im Hotel, welches übrigens sowohl preislich als auch qualitativ sehr zu empfehlen ist, stieg die Vorfreude auf das, was das Leben in den nächsten 26 Tagen bereithält. Costa Diadema, wir kommen!



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